Bauwerksbegrünung

BZA-Antrag Grünring-Rundgang

Ingolstadt, 24.12.2018
Antrag an den BZA Münchener Straße und an den BZA Südwest: „Der Ingolstädter Grünring-Rundgang"

Das Hauptamt der Stadt Ingolstadt wird beauftragt, den weiterführenden Ingolstädter Schulen folgendes Projekt mit den aufgeführten Rahmenbedingungen anzubieten:
1) Die Schule, die das Projekt bearbeitet, wird eine Rundgang-Route innerhalb des Gebiets der BZAs Münchener Straße und Südwest entwerfen und ausarbeiten. Die Rundgang-Route führt entlang ehemaliger Festungsanlagen durch den Zweiten Grünring. Die Ergebnisse der Projektarbeit sind ein Flyer und eine Übersichtstafel am Beginn des Rundwegs.

Flyer und Übersichtstafel beinhalten:
• Die Route mit Streckenmarkierungen

Flyer und Übersichtstafel beantworten außerdem folgende Fragen:
• Welche Bedeutung hatte der Zweite Grünring für die Ingolstädter Garnisonsstadt? Welche Anforderungen musste der Zweite Grünring in dieser Zeit erfüllen?
• Welche Veränderung erfuhr der ursprünglich für militärische Verteidigungszwecke vorgesehene Grünzug im Laufe der Zeit?
• Welche Bedeutung hat der Zweite Grünring im Hinblick auf innerstädtische Naherholung im 21. Jahrhundert?

Einen Anhaltspunkt für die Gestaltung des Flyers liefert der Festungsrundgang der Stadt Ingolstadt innerhalb des „Ersten Grünrings“: Anlage 1
2) Diejenige Projektgruppe einer Schule, die sich im Vergleich zu anderen Schulen zum frühesten Zeitpunkt bereit erklärt, dieses Projekt zu bearbeiten, erhält den Zuschlag!
3) Die Installation der Übersichtstafel und Streckenmarkierungen während der Route übernehme das Tiefbauamt der Stadt Ingolstadt.
4) Die BZAs Münchener Straße und Südwest übernehmen die gesamten Projektkosten, die vom Tiefbauamt vor der Projektausschreibung zu veranschlagen sind und 15 000 Euro nicht überschreiten. Dabei übernimmt der BZA Münchener Straße 56,51% der Projektkosten, der BZA Südwest finanziert 43,49% der Projektkosten. Die Kostenverteilung auf die BZAs orientiert sich am Bürgerhaushalt 2019 der BZAs der Stadt Ingolstadt.
5) Das Liegenschaftsamt der Stadt Ingolstadt schlägt den BZAs Münchener Straße und Südwest mögliche geeignete Standorte der Übersichtstafel vor. Die BZAs entscheiden in gemeinsamer Sitzung, welcher der Standorte ausgewählt wird.
6) Die Projektgruppe bittet unter anderem folgende Partner um Kooperation während des Projekts: LBV Kreisgruppe Ingolstadt, Bund Naturschutz Kreisgruppe Ingolstadt, Historischer Verein Ingolstadt e.V., Ämter und Archive der Stadt Ingolstadt
7) Das Gartenamt der Stadt Ingolstadt übernehme nach Ende des Projekts die Pflege des Rundgangs.
8) Der erarbeitete Flyer soll von der ITK (Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH) für das kommunale Marketing aufgegriffen werden.

Begründung: Der Zweite Grünring ist ein ökologisches und historisches Unikat Ingolstadts. Die Ingolstädter Kommunalpolitik steht in der Verantwortung, die Bedeutung des Zweiten Grünring in der Öffentlichkeit zu verankern. Durch das beschriebene Projekt soll die wichtige Naherholungszone Zweiter Grünring verstärkt in das Bewusstsein der Ingolstädter Bevölkerung gerückt werden. Den Ingolstädter Schulen wir ein attraktives Projekt angeboten, das den Schülern die reichhaltigen ökologischen Möglichkeiten Ingolstadts und die kommunale Historie vor Augen führen soll.

Für die SPD in den BZAs Münchener Straße und Südwest:

gez. Karl Finkenzeller
gez. Horst Sebald

gez. Franz Weiß
gez. Dzemail Kadrijevic-Eichinger

gez. Quirin Witty
gez. Norbert Wagner

Grünring-Rundgang Anlage (PDF, 8,70 MB)

2. Ingolstädter Runde "Zündstoff Wohnraum"

Am 29.November 2018 fand im Sportheim des SV Haunwöhr die 2. Ingolstadädter Runde unseres Ortsvereins unter dem Titel "Zündstoff Wohnraum" statt.

Eingeladen dazu waren auch andere im Ingolstädter Stadtrat vertretene Parteien. Die Einladung angenommem und anwesend waren dankenswerterweise Karl Ettinger, Kreisvorsitzender der FDP und Franz Hofmaier, Kreisvorsitzender der ÖDP.

Unter der Leitung unseres Ortvereins-Vorsitzenden Quirin Witty wurde die Wohnraum-Situation in Ingolstadt erörtert und viele Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht.

Gleichzeitig wurde eine Wander-Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema "Mehr bezahlbarer Wohnraum in Bayern" präsentiert.

Zündstoff Wohnraum 1 Zündstoff Wohnraum 2
Interessiert hören die Anwesenden den Ausführungen unserer Gäste zu.
Zündstoff Wohnraum 3
Als "kleines Dankeschön" für die Teilnahme überreicht unser Vorsitzende den beiden Gästen einen Blumenstrauß.

Alle Anwesenden einschließlich unserer Gäste waren von der sachlichen und fairen Diskussion auch bei unterschiedlicher Meinung angetan und wünschten sich eine Fortsetzung dieser Disussions-Form. Es wurde daher vereinbart, diese Veranstaltung zum gleichen Thema in etwa einem Jahr zu wiederholen und unsere beiden Gäste sagten schon jetzt ihre Teilnahme zu.

Brief an OB Lösel

Brief an OB 1 Brief an OB 2

Stellungnahme zu "Unsernherrn Nord"

Ingolstadt im Oktober 2018

Stellungnahme zum Bebauungs- und Grünordnungsplan „Unsernherrn-Nord“

Das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) fordert Kommunen dazu auf, dass „die Ausweisung von Bauflächen an einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und seiner Folgen ausgerichtet werden soll“. Der Freistaat Bayern ruft zum Flächensparen auf! Zwar ohne konkrete Vorgaben und Ziele, aber mit einer unüberhörbaren Botschaft an bayerische Kommunen! Wenn wie im Bereich des TSV Unsernherrn knapp 300 Menschen 57 400 qm unbebautes Ackerland besiedeln sollen, kann von Flächensparen keine Rede sein! Stattdessen ignoriert die Stadt Ingolstadt konsequent den Appell der Landesregierung, die sich der bedrohlichen Wohnraumfrage – verbunden mit dem naturzerstörenden Flächenfraß – mittlerweile bewusst ist!
Landwirtschaftliche Flächen herausragender Bonität werden zugunsten weniger Wohneinheiten in bester großstädtischer Lage aufgegeben! Anstatt Natur und Landwirtschaft zu schützen, zerstört sich die Stadt Ingolstadt auf diesem Weg ihr grünes innerstädtisches Erscheinungsbild. Im Westen gelegene Bauflächen des Bebauungsplans, die die bestehende Natur „zerschneiden“, ermöglichen eine ideale Weiterführung der Zersiedelungsstrategie, die die Stadt Ingolstadt anhand dieses Beispiels demonstriert. Keineswegs werden aber „hochwertige Übergangszonen“ (Begründung des Bebauungsplans vonseiten der Stadt Ingolstadt) geschaffen. Diese zusammenhängenden Grünflächen werden im bebauten und endgültig versiegelten Zustand durch minimale Ausgleichsflächen ökologisch „ersetzt“, indem „künftig strukturreichere Lebensräume für Flora und Fauna“ (Begründung des Bebauungsplans vonseiten der Stadt Ingolstadt) geboten werden. Nicht nur die Natur und die Gesellschaft, die sich diesen Wohnraum zum Großteil nicht leisten kann, leiden unter dieser kommunalpolitischen Vorgehensweise. Auch die Stadt Ingolstadt, die als erfolgreicher Wirtschaftsstandort auf den Erhalt des historischen Grünflächen-Unikats „Zweiter Grünring“ als Naherholungsfläche angewiesen ist, verliert. Auf Kosten der Zukunft! Die Großstadt Ingolstadt muss jetzt beginnen, ihre bisherige Wohnraumpolitik drastisch zu verändern: Platzsparende Bauten, verbunden mit großflächigen und gemeinschaftlich nutzbaren Naherholungsflächen, müssen anstatt großzügig ausgelegter elitärer Wohneinheiten entstehen, durch die Landstriche nach und nach verschwinden!
Wir bitten darum, dass die Flächen im Gebiet „Unsernherrn-Nord“ in der jetzigen Form erhalten bleiben! Wir fordern, dass der Grünzug des „Zweiten Grünrings“, der „Unsernherrn-Nord“ einzuschließen scheint, kartographisch exakt definiert wird! Wir appellieren im Sinne nachfolgender Generationen an die Stadt Ingolstadt, die Bebauung des „Zweiten Grünrings“, unser grünes Wahrzeichen, zu unterlassen! „Grund und Boden sind ein nicht vermehrbares Gut […]“ (LEP) – ist das Erbe der mehrheitlichen Ingolstädter Politikergeneration die Versiegelung?

Unser Erbe ist es nicht:
Für die SPD im Süden Ingolstadts:

Quirin Witty, Vorsitzender des Ortsvereins Süd

Dr. Roland Scheuerer, Vorsitzender des Ortsvereins Südost

Für die ÖDP im Süden Ingolstadts:
Franz Hofmaier, Vorsitzender des Kreisverbands

Für DIE LINKE im Süden Ingolstadts:
Eva Bulling-Schröter, Kreisvorsitzende

Für Bündnis 90/Die Grünen im Süden Ingolstadts:
Steffi Kürten, Sprecherin des Kreisverbands
Joachim Siebler, Sprecher des Kreisverbands

Für die BGI im Süden Ingolstadts:
Florian Straub, Mitglied im BZA XII

Stellungnahme bezüglich "Urban Air Mobility"

Ingolstadt, 12.10.2018
Stellungnahme bezüglich „Urban Air Mobility“
Als Ingolstädter SPD- Mitglieder richten wir unser politisches Handeln danach aus, für das größtmögliche Wohl unserer Heimatstadt mit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern zu kämpfen! Deshalb sehen wir uns in der Pflicht, mit der dafür notwendigen und angebrachten Objektivität der von euphorischem Überschwang geprägten, undurchsichtigen und oft unsachlichen „Flugtaxi-Diskussion“ zu begegnen!
Anlass der Stellungnahme
Die von der EU-Kommission initiierte Mobilitäts-Kampagne wird nicht dafür sorgen, dass sich in Ingolstadt im Gegensatz zu anderen Kommunen privilegierte Bürger zukünftig vermehrt in der Luft fortbewegen: Wenn sich „Lufttaxis“ unabhängig von kommunalpolitischen Entscheidungen marktwirtschaftlich etablieren sollten und demzufolge horrende energetische Ressourcen für den Individualverkehr in der dritten Dimension geopfert würden, würde diese neuartige Art der Fortbewegung gewiss nicht nur das Ingolstädter Verkehrsnetz beeinflussen.

Die „Flugtaxi-Initiative“ zielt darauf ab, dass auf städtischem Boden „Flugtaxi-Prototypen“, die von regionalen Unternehmen entwickelt wurden, realitätsnah erprobt werden. „Urban Air Mobility“
Das von der Europäischen Union ins Leben gerufene Konzept hätte von Ingolstadts Kommunalpolitik intensiv diskutiert werden sollen. Stattdessen versucht eine Gruppierung, bestehend aus Mitgliedern der haupt- und ehrenamtlichen Stadtspitze, die Bevölkerung systematisch – zum Teil durch Falschaussagen – zu blenden: In einer Pressemitteilung vom 11.07.2018 teilte die CSU-Stadtratsfraktion mit, dass „beim Thema Urban Air Mobility schnelles Handeln gefragt war, um ins Rennen zu kommen“. Es steht fest, dass das Projekt „UAM“ bereits seit Ende 2017 in Gange ist. Beworben wurde „UAM“ in einem Vorlaufzeitraum von 18 Monaten. Stadtdirektor Meier erklärte, dass sich Ingolstadt seit Mai 2018, und damit ein halbes Jahr nach Projektstart, erstmals mit „UAM“ beschäftigte. Der Verdacht liegt nahe, dass die Stadtregierung ihr eigenes Unvermögen, den späten Einstieg in „UAM“, überdecken will, indem die kommunalen Entscheidungsträger genötigt wurden, schnelle und vielleicht sogar überhastete Entscheidungen herbeizuführen!
Zeitmanagement der Stadt Ingolstadt bezüglich „UAM“
Die Hansestadt Hamburg, die seit dem Projektstart an „UAM“ teilnimmt, war in Norddeutschland die treibende Kraft innerhalb des europaweiten „UAM-Projekts“. In der Region 10 warb AIRBUS SE um die Teilnahme der Stadt Ingolstadt an „UAM“. Letzten Endes ging die Initiative zur Teilnahme an „UAM“ im Gegensatz zum Beispiel Hamburgs in Ingolstadt nicht von der Stadt, sondern von einem Unternehmen aus: Hamburg verfolgt seit geraumer Zeit eine langfristige und komplexe Strategie, um sich als technologisch fortschrittliche Stadt zu etablieren. Angefangen mit einem seit 2016 bestehenden Drohnen-Netzwerk fügt sich „UAM“ homogen in die strategische Ausrichtung Hamburgs als Luftfahrt-Standort ein. „Hamburg Aviation“, ein Verein zur Förderung der Luftfahrt-Entwicklung, das „Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung“, die dem Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation untergeordnete Landes-Luftfahrtbehörde, die den städtischen Luftraum reguliert und der 2021 stattfindende „ITS-Weltkongress“ („Intelligent Transport Systems“) belegen die gezielte Ausrichtung der Hansestadt! Vorgehen der „Partnerstadt“ Hamburg bezüglich „UAM“
In Ingolstadt ist eine derartige Vorgehensweise nicht zu erkennen. Gerade deshalb kann „UAM“ in Ingolstadt nicht als Bestandteil einer zielgerichteten Stadtentwicklung aufgefasst werden! Vielmehr tritt Ingolstadt als „Dienst-Leister“ für große regionale Unternehmen auf, die mit der Stadt Ingolstadt einen schwachen, aber finanzstarken Partner finden: Ohne eine gegenüber der Öffentlichkeit diskutierte Kostenaufstellung stürzte sich die Stadt in „UAM“, während die EU-Kommission bestätigte, dass im Rahmen der Initiative „UAM“ keinerlei europäische Subventionen zu erwarten sind. Demnach wird sich der Ingolstädter Oberbürgermeister, der „gern zwei Millionen hätte“ (DK-Onlineausgabe vom 29.06.2018, „Aber bitte mit Drohne“), auf Kosten des Stadthaushalts in dieser Hinsicht verspekuliert haben!
Finanzierung des Projekts Dass es niemals ein Bewerbungs- und Auswahlverfahren für Städte gab, demonstriert die Dreistigkeit, mit der die Stadtspitze ihre Bemühungen um einen „UAM“-Startplatz propagierte! Sämtliche europäische Städte konnten sich als Teilnehmer an „UAM“ registrieren und eine entsprechende Willenserklärung unterzeichnen.
Vonseiten der Stadt Ingolstadt wurde nicht kommuniziert, dass die Erprobung der „Flugtaxis“ im Stadtgebiet Auflage für die Entwicklung der Luftgefährte am Standort Ingolstadt ist. Im Verhältnis zur Anzahl der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung wird die Anzahl der Beschäftigten, die die Luftgefährte testen, vernachlässigbar gering sein. Eine Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts ist mit dem Einstieg in die „Urban Air Mobility“-Initiative damit nicht garantiert.
„Symbolpolitik“ Ingolstadts
Dass Ingolstadt mit Steuergeldern einen gewiss siebenstelligen Geldbetrag noch ohne definiertes Limit in eine futuristische Technologie investiert, ohne dabei ein langfristiges Ziel zu verfolgen, ist im Hinblick auf soziale und infrastrukturelle Brennpunkte in der Stadt absolut inakzeptabel!
Der Anspruch Ingolstadts müsste sein, den einmalig gelegenen und angebundenen Wirtschaftsstandort im Herzen Bayerns so zu gestalten, dass er für die erfolgreichsten Unternehmen und besonders für deren Arbeitnehmer möglichst attraktiv ist! Einseitige Kooperationen zwischen Stadt und Unternehmen sollen stattdessen möglichst vermieden werden! Nur auf diese Weise sichert sich die stolze Stadt Ingolstadt ihre Identität!
Dieser Meinung sind Quirin Witty, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Süd,
Can Devrim Kum, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Nord,
Dr. Roland Scheuerer, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Südost.
Als Maschinenbaustudent, Audi-Mitarbeiter und selbstständiger Physiker stellen wir uns nicht gegen den Fortschritt und die Weiterentwicklung unserer Heimatstadt.

Gartenstadt

Ingolstadt, 26.09.2018

Sehr geehrter Herr Landrat Weigert,
sehr geehrter Herr Landrat Knapp,
sehr geehrter Herr Landrat Wolf,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Lösel,

der wirtschaftliche Erfolg vieler kleiner und großer Unternehmen in der Region 10 führt dazu, dass die kreisfreie Stadt Ingolstadt eine gewaltige Nachfrage an Wohnraum erfährt. Diese wird Ingolstadt innerhalb der Stadtgrenze langfristig nicht mehr stillen können, ohne dabei geringverdienende Bevölkerungsschichten auszugrenzen und an Attraktivität als Wohnstandort zu verlieren! In letzter Konsequenz kann lediglich der Planungsverband Region Ingolstadt diese soziologische Herausforderung bewältigen.
Bereits im Zeitalter der Industrialisierung führten damit einhergehende Urbanisierungsprozesse zu einer erheblichen Wohnungsnot im Gebiet der Kernstädte. Ausgehend von diesen drastischen und dramatischen Entwicklungen konstruierten Stadtplaner das Konzept einer „Gartenstadt“, das ihren vorläufigen Höhepunkt vor rund 50 Jahren im österreichischen Puchenau erfuhr:
Entwickelt wurde eine Anlage mit ungefähr 1000 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe, die alle einzeln an einen kleinen grünen Rückzugsort, den Garten, gekoppelt sind. Obwohl diese Form der Siedlungsentwicklung den individuellen und von den Gartenstadt-Bewohnern äußerst wertgeschätzten Garten ins Zentrum rückt, fokussiert sich die Gartenstadt-Idee auf den schonenden Umgang und damit auf den größtmöglichen Erhalt der ökologischen Ressourcen. Eine Lösung der Wohnproblematik:
Die Gartenstadt-Idee
Genossenschaftlich verwaltete und „bezahlbare“ Wohnungen, die keinerlei Immobilien-Spekulationen unterworfen sind, sind als Module platzsparend aneinandergereiht, ohne die Privatsphäre der Bewohner einzuengen. Der daraus unmittelbar resultierende nachbarschaftliche Kontakt führt zu ausgeprägten sozialen Interaktionen. Ein entscheidendes Merkmal der platzsparenden Gartenstadt-Idee ist die Autofreiheit innerhalb der Siedlung. Die in Sammelgaragen abseits der Siedlung abgestellten Fahrzeuge animieren die Bewohner zum bewussteren Umgang mit Autos und schützen Fahrradfahrer, Fußgänger und insbesondere Kinder, die sich innerhalb der Gartenstadt aufhalten. Merkmale der Gartenstadt
Rund 95% der im Rahmen eines Forschungsprojekts der FH Oberösterreich befragten Puchenauer Gartenstadt-Bewohner sind zufrieden, dass die Gartenstadt autofreie Zone ist. An die vier Kilometer entfernte Landeshauptstadt Linz ist die Gartenstadt Puchenau mit dem Schienenverkehr durch zwei eigene Haltestationen angebunden. Die zuverlässigste, energiesparendste und damit emissionsärmste Form des Massenverkehrsmittels eröffnet den Gartenstadtbewohnern einen schnellen Zugang zur oberösterreichischen Großstadt. Viele der Gartenstadt-Häuser sind mit Solaranlagen ausgestattet, um dem Streben nach Klimaneutralität näher zu kommen. Die Wohnsiedlung schließt das Gartenstadt-Zentrum ein, das die Bewohner in materieller und immaterieller Hinsicht vielfältig und ausreichend versorgt. Infrastruktur der Gartenstadt
Durch die Autofreiheit leise und „saubere“, durch die Gärten grüne und durch die der Zersiedelung entgegenwirkende Baupolitik ressourcensparende Art des „separierten Miteinander-Wohnens“ wurde in Österreich eine einmalige Wohn-Vision umgesetzt! Die mächtigen Gestalter des Planungsverbands Region Ingolstadt sollten diese Anregung ernst nehmen, um dem „suburbanen Siedlungsbrei, mit dem wir weiterhin unsere Zukunft verbauen“ (Dr. Reinhard Seiß), entgegenzuwirken. Aus diesem Grund bitten wir Sie unabhängig voneinander um Ihre Stellungnahme bezüglich einer bayerischen Gartenstadt in der Region 10 durch Beantwortung folgender Fragen:
1) Inwiefern ist es möglich, entlang des in der Region 10 bestehenden Schienennetzes eine an die Gegebenheiten angepasste Gartenstadt zu platzieren? 2) Ist bei den Partnern des Planungsverbands die Bereitschaft vorhanden, eine landkreisübergreifende soziale Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, um langfristige und zukunftsfähige Großprojekte zu ermöglichen?
3) Inwieweit können landkreisübergreifende Institutionen wie die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. („Irma“) an derartigen Projekten beteiligt werden?

Bedeutung der Gartenstadt-Idee für die Region 10
In ähnlicher Weise könnte in der Region 10 eine Gartenstadt nach Puchenauer Vorbild entstehen. Dafür muss innerhalb der Region 10 der politische Wille vorhanden sein, nicht einzelne Unternehmenssparten zu fördern, sondern den finanzstarken Industriestandort, auf den wir alle stolz sein dürfen, mitsamt seinen Bewohnern zu unterstützen. Dies erfordert Mut und Ausdauer. Vielen Dank für Ihre Antwort!
Wann können wir ungefähr mit Ihren Antworten rechnen?

Freundliche Grüße
Quirin Witty, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Süd
Can Devrim Kum, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Nord
Dr. Roland Scheuerer, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Südost

Satzung der Städtischen Musikschule

Ingolstadt, 20.09.2018

Sehr geehrter Herr Engert,
Mitarbeiter der Städtischen Simon-Mayr-Sing- und Musikschule erteilten die Auskunft, dass Ingolstädterinnen und Ingolstädter mit Zweitwohnsitz in Ingolstadt das Musikschul-Angebot einer individuellen musikalischen Ausbildung nicht annehmen dürfen. Darstellung der Ausgangslage Laut §4 Absatz 4 der Satzung für die Städtische Simon-Mayr-Sing- und Musikschule gilt: „Die Zuweisung der freien Unterrichtsplätze erfolgt in der zeitlichen Reihenfolge des Antragseingangs. Personen, die ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Ingolstadt haben (Gemeindeangehörige), werden in der Zuweisung zu den Unterrichtsplätzen vorrangig behandelt. Nicht berücksichtigte Bewerber können sich in eine Nachrückliste eintragen lassen. Sofern sich kein Rangverhältnis ergibt, entscheidet die bei einer Probestunde festgestellte Eignung über die Zulassung.“ Verweis auf die Satzung der städtischen Musikschule Der Satzung entnehme ich nicht, dass Bürger, deren Hauptwohnsitz nicht innerhalb der Ingolstädter Stadtgrenze liegt, keinen Einzelunterricht an der Städtischen Simon-Mayr-Sing- und Musikschule bekommen. Aus diesem Grund bitte ich Sie um Ihre Stellungnahme durch Beantwortung folgender Fragen dieses offenen Briefs: 1) Handelt es sich um ein kommunikatives Missverständnis und Bürgerinnen und Bürger, deren Hauptwohnsitz nicht in Ingolstadt liegt, können individuellen Einzelunterricht an der Städtischen Simon-Mayr-Sing- und Musikschule in Anspruch nehmen? 2) War die Auskunft der Mitarbeiter der Musikschule korrekt und Bürgerinnen und Bürger, deren Hauptwohnsitz nicht in Ingolstadt liegt, können keinen individuellen Einzelunterricht an der Städtischen Simon-Mayr-Sing- und Musikschule in Anspruch nehmen?

2.1) Inwiefern stimmt die Satzung der Städtischen Simon-Mayr-Sing- und Musikschule mit der Auskunft der Mitarbeiter der Musikschule überein?

2.2) Welche Gründe gibt es, dass musikinteressierte Bürgerinnen und Bürger, die ihren Hauptwohnsitz außerhalb Ingolstadts angemeldet haben, keinen Unterricht der städtischen Musikschule in Anspruch nehmen dürfen?

2.3) Ist es möglich, dass Sie mir eine adaptierte „Nachrückliste“ der Musikschule, die den Datenschutzrichtlinien gehorcht, zukommen lassen? Es genügt folgende Unterscheidung: Anzahl der Nachrücker bezogen auf das jeweilige Musikinstrument mit der Unterscheidung Bürger mit Hauptwohnsitz in Ingolstadt-Bürger mit Hauptwohnsitz außerhalb Ingolstadts. Fragenkatalog Die Städtische Musikschule Schrobenhausen bietet nicht nur „Einheimischen“ sondern auch Musikbegeisterten, die ihren Hauptwohnsitz außerhalb Schrobenhausen haben, individuellen Einzelunterricht an! Die Stadt Ingolstadt als Zentrum und Zugpferd der Region 10 hat nicht nur eine kulturelle und stadtgesellschaftliche Verantwortung gegenüber allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt. Ingolstadt muss sich insbesondere für all jene einsetzen, die soziale Kontakte knüpfen wollen, um sich in der Stadt einzuleben – unabhängig davon, wie viele Tage die betroffenen Personen in Ingolstadt leben. Bedeutung der Thematik

Darum bitte ich Sie, sollten Sie Frage 1) verneinen, dem Stadtrat den Vorschlag zu unterbreiten, die Satzung der Städtischen Simon-Mayr-Sing- und Musikschule so abzuändern, dass auch Musikinteressierten, deren Hauptwohnsitz außerhalb Ingolstadts liegt, Einzelunterricht an der städtischen Musikschule angeboten werden kann. Dabei soll die Gebühr für betroffene Erwachsene so gestaltet werden, dass die Stadt Ingolstadt durch dieses Angebot weder zusätzlichen Gewinn noch zusätzlichen Verlust generiert!

Wann kann ich mit einer Antwort auf dieses Schreiben rechnen?

Freundliche Grüße Quirin Witty, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Süd

Naturschutz in Ingolstadt

Ingolstadt, 06.08.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Lösel,

mit Schrecken und größter Sorge um unsere Heimatstadt stellen wir fest, dass die Stadt Ingolstadt ihr "grünes Gold" - von der Natur geschenkt und von unseren Vorfahren zum Großteil bewahrt - Stück für Stück veräußert: Von der Missachtung der "Renaturierung bzw. Wiederherstellung beeinträchtigter oder zerstörter Altwasser" ("Das Lohenprogramm", Stadt Ingolstadt) im Gebiet der Einbogenlohe bis hin zu euphemistisch beschriebenen "abrundenden Siedlungsergänzungen" (V0274/16/1) im Bereich des "Zweiten Grünrings" erstreckt sich die uns traurig und zugleich wütend stimmende ökologische Stadtplanung!

Die Ignoranz der naturbewahrenden Verantwortung hat in Ingolstadt einen nicht zu tolerierenden Höhepunkt erreicht: Jeder versiegelte Quadratmillimeter wird der Natur mindestens über Jahrzehnte hinweg fehlen. Darum müssen wir wohl akzeptieren, dass uns unsere Nachfahren vorwerfen werden, eine Stadt hinterlassen zu haben, in der der ökologischen Vielfalt nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wurde, die sie verdient gehabt hätte!

Um einem Teil der Natur auf versiegeltem Terrain wenigstens eine Chance zu geben und Wetterextreme im Stadtgebiet abmildern zu können, bitten wir Sie im Rahmen unseres offenen Briefs um Ihre Stellungnahme bezüglich folgender Fragen:

1) Für Kurt Scheuerer, ausgewiesener "Schutter-Experte", ist es Illusion, die Schutter wieder an die Oberfläche zu holen. Stattdessen regte er vor einigen Jahren an, einen künstlichen Bachlauf "im Gedenken" an die Schutter durch die Altstadt zu führen.

Diese touristische Attraktion könnte die Innenstadt beleben und gleichzeitig den Wärmestau in der dicht bebauten Altstadt durch den Luftaustausch mit Wasser reduzieren. Im so genannten "Krupp-Gürtel" der Stadt Essen wurden künstliche Bachläufe und Seen ausgehoben, um die Vorteile fließenden Wassers im Stadtgebiet nutzen zu können.

Gibt es Überlegungen, einen Bachlauf durch die Altstadt zu führen?

2) Das Krupp-Gelände in Essen ist eine Industriebrache, die in Kombination mit naturfördernden Maßnahmen bebaut wurde.

Inwiefern wird versucht, auf dem ehemaligen "Gießerei-Gelände" in Zukunft einen natürlichen klimatischen Austausch zu ermöglichen?

3) Einige europäische Großstädte, darunter Hamburg und Wien, regten an, die Bepflanzung von großflächigen Dachflächen und Häuserfassaden zu forcieren. Die Städte unterstützen Dachrenovierungen und Dachneubauten, welche in begrünte Dächer münden, durch Subventionen. Die Dächer sorgen als Regenspeicher durch "Verdunstungskälte" für Lebensqualität und sind Lebensraum für Flora und Fauna. Außerdem ist es erwiesen, dass "grüne" Flachdächer ungefähr doppelt so lange halten wie konventionelle Flachdächer.

Ist es geplant, ein ähnliches Modell auch in Ingolstadt zu etablieren? Ist es geplant und möglich, bei der Renovierung des Ingolstädter Stadttheaters ein "grünes Flachdach" zu installieren?

Stadtentwicklung soll und darf nicht Konkurrent der Natur sein! Will Stadtplanung die Natur einzwängen, so offenbart die zunächst friedliebende Natur ihr zerstörerisches Gesicht und die Stadt muss sich schlussendlich mit der Rolle des Verlierers abfinden. Nur wenn Ingolstadt die Natur hört, nur wenn Ingolstadt auf die Natur hört, und somit im "Ein-Klang" mit der Natur lebt, leben wir auch in einer lebendigen Stadt.

Bitte denken Sie daran, dass Sie in erster Linie nicht der SPD-Ingolstadt einen Gefallen machen, wenn Sie unser Anliegen ernst nehmen, sondern all jenen helfen, die in Ingolstadt leben und die eigentlich so wunderschöne "Stadt an der Schutter" als ihre Heimat betrachten!

Freundliche Grüße

Quirin Witty, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Süd

Can Devrim Kum, Vorsitzender SPD Ingolstadt-Nord

West-Umfahrung für Unsernherrn

Vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wurde vor kurzer Zeit der Bundes-Verkehrs-Wege-Plan (BVWP) 2030 vorgestellt. Darin ist auch die Orts-Umfahrung für Unsernherrn mit der von der Stadtverwaltung aus dem Jahr 2013 vorgeschlagenen Ost-Umfahrung enthalten.
Da auf Initiative der SPD-Bundestags-Fraktion für diesen BVWP die Möglichkeit einer Stellungnahme der Öffentlichkeit besteht, hat der Arbeitskreis Verkehr der SPD Ingolstadt von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und eine Stellungnahme zu diesem Vorschlag an das Bundesverkehrsministerium geschickt, die die alternative Prüfung einer westlichen Umfahrung von Unsernherrn zum Inhalt hat.

BVWP-Antrag OU Unsernherrn (PDF, 418 kB)

Dieser Vorschlag ist bereits im "Intergriertes Verkehrskonzept für Ingolstadt" der SPD aus dem Jahr 2004 enthalten und gewinnt durch den Vorschlag der INOVAPLAN in der Bürgerversammlung zum Verkehrs-Entwicklungs-Plan (VEP) für eine weitere Verbindung zwischen der Münchener Straße und der Südost-Spange nach unserer Auffassung wieder an Aktualität.
Aus diesem Grunde hat auch der Bezirks-Ausschuss Münchener Straße auf Initiative unserer SPD-Mitglieder in diesem Ausschuss einen gleichlautenden Antrag an die Stadtverwaltung gestellt.

Fahrrad-Schnellwege in Ingolstadt

Der Arbeitskreis Verkehr in unserem Kreisverband hat einen Vorschlag für Fahrrad-Schnellwege in Ingolstadt erarbeitet, dass unser Genosse Manfred Meier redaktionell ausgearbeitet und gemeinsam mit Jürgen Löbenfelder gestaltet hat. Dieses Konzept stellen wir Euch nachfolgend vor:

Fahrrad-Schnellwege in IN (PDF, 8,35 MB)

Verkehr IN-Sued

  • Unser Vorstandsmitglied im Ortsverein und Sprecher des Arbeitskreises Verkehr im Kreisverband, Manfred Meier, hat die Vorschläge des Arbeitskreises für die Bezirke unseres Ortsvereins im nachfolgenden Artikel beschrieben.

Verkehr IN-Sued (PDF, 73 kB)